IHK Reutlingen

Home / Aus- und Weiterbildung / Jahresthema 2008: Wirtschaft bildet unsere Zukunft!

Fachkräftemangel? Ausbilden, qualifizieren!

Um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können, braucht Deutschland ausgebildete Fachkräfte. Deshalb steht das Jahr 2008 bei den Industrie- und Handelskammern unter dem Motto „Wirtschaft bildet – Unsere Zukunft!“ Im Mittelpunkt steht die Frage, wie der Fachkräftebedarf in der Region gesichert werden kann.



Land auf Land ab, auch in der Region klagen die Betriebe: Es fehlen Fachkräfte. Lukrative Aufträge können deswegen nicht angenommen und abgewickelt werden, Umsätze gehen verloren.

Zum einen wirkt sich natürlich die in vielen Branchen nachhaltig gute Konjunktur auch in der Region aus. Andererseits wird aber auch deutlich, dass die absehbare demographische Entwicklung heute vielen Verantwortlichen bewusst werden lässt, dass in wenigen Jahren die Zahl der Bewerber generell rückläufig sein wird. Die Politik diskutiert dann über Zuwanderungsregelungen, über die Green Card oder – ganz neu – die Blue Card, über Einkommensgrenzen für Zuwanderer, über ein liberaleres Einwanderungsrecht für ausländische Studierende. Eine befriedigende Lösung ist das sicher nicht. Alle diese Maßnahmen sind, wenn überhaupt, Tropfen auf den heißen Stein.

Ausbildungskapazitäten ausbauen
Was tun? Selbsthilfe ist gefragt! Die Betriebe müssen ihre Ausbildungskapazitäten auslasten oder gar ausbauen. Und sie haben reagiert. Die IHK-Mitgliedsbetriebe in der Region haben so viele neue Ausbildungsverträge abgeschlossen wie letztmals im Jahr 1990. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Unternehmen haben reagiert. Die Nachfrage nach beruflicher und in der Regel berufsbegleitender Weiterbildung hat deutlich zugenommen. Die IHK Reutlingen verzeichnet schon seit einigen Jahren eine deutliche Zunahme in ihren Weiterbildungskursen, die zu höheren beruflichen Abschlüssen führen.

Die Motivation der Mitarbeiter fördern
Die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Unternehmen können oft mehr, als ihre Chefs wissen. Eigene Mitarbeiter fördern, weiterqualifizieren, ihnen neue anspruchsvolle Aufgaben geben, ihrem Potenzial vertrauen und damit auch ihre Motivation verbessern: Hier ist noch ein weites Feld in der Personalentwicklung. Und in einigen Fällen konnte die IHK ihren Mitgliedsbetrieben hier auch helfen, indem sie mit ihnen zusammen maßgeschneiderteWeiterbildungsmodule entwickelt und auch durchgeführt hat. Oder sie hat kompetente externe Partner vermittelt, die den Unternehmen bei der Personalentwicklung professionell geholfen haben. Dieser Service steht allen IHK-Mitgliedsbetrieben zur Verfügung.


Ziele des Ausbildungspakts übertroffen
Auch im Ausbildungspakt, 2004 gestartet und im vergangenen Jahr verlängert bis 2010, hat sich die Wirtschaft selbst in die Pflicht genommen mit dem Ziel, jugendlichen Bewerberinnen und Bewerbern berufliche und damit Lebensperspektiven zu bieten und gleichzeitig politisch eine drohende Ausbildungsabgabe zu verhindern. „Der Ausbildungspakt ist, das kann man ohne Übertreibung sagen, eine Erfolgsstory“, berichtet Herrmann. In den vergangenen Jahren wurden die selbst gesteckten anspruchsvollen Ziele bundesweit, aber auch in der Region erreicht und sogar deutlich übertroffen. Auch 2007 haben die Betriebe in der Region die Zahl der geforderten neuen Ausbildungsplätze übertroffen. Und sie haben mehr als doppelt so viele Praktikumsplätze für eine Einstiegsqualifizierung zur Verfügung gestellt als politisch gefordert und vereinbart. Dies spricht zum einen für das Engagement der Betriebe, aber auch für den unterstützenden Service der IHK Reutlingen
Veranstaltungen zum Jahresthema 2008 der IHK Reutlingen
IHK-Präsident Eberhard Reiff ehrt die besten Azubis 2007

28. Februar: Urkundenübergabe der IHK-Weiterbildung
10. März - 10. April: "Beo" - Wettbewerb berufliche Schulen - Ausstellung
16. April: Prüferehrung
7. Oktober:
Bestenehrung der Auszubildenden
21. Oktober: 
Urkundenübergabe der IHK-Weiterbildung
23. Oktober: IHK-Projekt "Wirtschaft macht Schule" - Best-practise-Beispiele
12./13. November: IHK-Berufs-Infotage
17. November: Regionalkonferenz "Qualifizierung" mit Wirtschaftsminister Pfister


„Bildung schafft Zukunft“ - Thesenpapier von Prof. Dr. Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität Berlin
Prof. Dr. Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität Berlin
„Bildung schafft Zukunft“ – eine Einsicht, die noch immer nicht in der deutschen Bildungspolitik angekommen ist. Dabei hängen individueller, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Erfolg in hohem Maße von der Qualität des Bildungssystems ab. Was muss getan werden, damit Deutschland seine Mängel im Bildungssystem überwindet? Für die IHK-Organisation hat Prof. Dr. Dieter Lenzen, Präsident der Freien Universität Berlin, einige Thesen formuliert.

 Thesenpapier von Prof. Dr. Lenzen als Download 56,6 kB
Durchlässigkeit im Bildungssystem: So klappen die Übergänge; Kommentar von Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln
Prof. Dr. Michael Hüther
Das Bildungssystem muss künftig besser auf Fachkräfteengpässe reagieren, um Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Mehr Durchlässigkeit in der Bildung soll ermöglichen, die verschiedenen Begabungspotenziale besser auszuschöpfen. Dazu müssen die Schulqualität weiter gesteigert, die Berufsausbildung noch flexibler und die Hochschulen aktiver in die berufsbegleitende Weiterbildung einbezogen werden.

 Kommentar von Prof. Dr. Hüther als Download 15,2 kB
"Schüler lernen schon früh das Fürchten", Kommentar von Stefan Theil, European Economics Editor der Newsweek
Stefan Theil, Redakteur bei 'Newsweek'
Wirtschaft und Unternehmertum werden in deutschen Schulbüchern zu oft in einem negativen Licht dargestellt. Das ergibt ein Vergleich deutscher, französischer und US-amerikanischer Schulbücher. Umso notwendiger ist es, Wirtschaftsthemen so aufzubereiten, dass sie Jugendlichen Lust und Mut machen, Selbstständigkeit und Unternehmertum als interessante berufliche Perspektive auszuloten.

 Kommentar von Stefan Theil als Download 19,0 kB
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Ansprechpartner
Walter Herrmann Herr Walter Herrmann
Stellvertretender Hauptgeschäftsführer, Bereichsleiter
Abteilung: Aus- und Weiterbildung

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